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Text (<i></i>kennzeichnet kursive Textstellen): Erich Mühsam (1878-1934) Die Tierphilosophen Gott hatte die Welt für gut befunden und verzog sich darauf für einige Stunden, damit sich die Tiere der Zeiten bedächten, womit sie die Zeit ihres Daseins verbrächten. Die meisten besahen sich nur ihren Leib und bestimmten darnach ihren Zeitvertreib. Je, ob sie zwei-, vier- oder hundertbeinig, war man sich schnell über alles einig. Die wollten einzeln sein, die in Horden, die wollten nach Süden gehen, die nach Norden - die Vögel wollten in Lüften schweben, die Würmer unter der Erde leben, die Fische wollten im Wasser schwimmen, die Gämsen hoch auf den Bergen klimmen, und in kurzer Zeit hatten allesamt einen Lebensplan und ein Weltenamt. Und Gott sah hernieder zu seinem Volke von seiner prächtigsten Purpurwolke. Da sah er die Tiere schon alle am Werke und freute sich seiner Schöpferstärke... Nur eine Gruppe von seltsamen Vögeln war noch dabei, ihren Weltplan zu regeln. Das war die Familie der M a r a b u; - Gott wunderte sich und sah ihnen zu. Doch er vernahm kein Schnattern und kein Zanken, - sie standen alle in tiefen Gedanken. Es wusst noch keiner: sollten sie fliegen oder sollten sie müßig im Wasser liegen? Sollten sie Frösche und Kröten verzehren oder sollten sie sich vegetarisch ernähren? Sollten zum Schlaf sie im Wüstensand kauern oder in Nestern an Kirchenmauern? ... Sie senkten den Schnabel und hoben den Fuß, - doch keiner kam zu einem Entschluss. Da musste Gott sich denn selber bequemen, den schwierigen Fall in die Hand zu nehmen. Und er bedachte: den klügsten Geschöpfen lastet stets der schwerste Verstand in den Köpfen und lässt sie vor lauter Denken und Sinnen nicht dazu kommen, ein Werk zu beginnen. So sollten die Marabus mit ihrem Schweigen der Welt ein Beispiel des Tiefsinns zeigen; nicht hadern und zanken mit andern Tieren, sondern allezeit nur philosophieren. -- Drum steht, den Schnabel tief gesenkt, seitdem der Marabu und denkt, und überlegt und sinnt und trachtet, und wird von aller Welt geachtet.
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